Was ist eine Schufa-Klausel?

Weiterleitung von Daten an die Schufa

Wer sich Geld bei einer Bank leihen möchte, ein Handyvertrag abschließen oder eine Ware in Raten abzahlen möchte, wird vor der Unterzeichnung des entsprechenden Vertrages mit einem Formular konfrontiert werden, das die so genannte Schufa-Klausel enthält. Mit dieser Schufa-Klausel genehmigt man dem Unternehmen, dass es die Daten, die mit dem geplanten Vertrag zusammenhängen, an die Schufa weitergeben darf.

Schufa Abfrage auch ohne Genehmigung möglich?

In den vergangenen Jahren gab es viel Streit und Zank um diese Schufa-Klausel. Gestritten wurde vor allen Dingen über die pauschale Einwilligung, die mit dieser Klausel einherging. Der Bundesgerichtshof fand dies nicht korrekt und drängte daher auf eine Änderung. Aus diesem Grund wurde bei der Schufa-Klausel deutlich nachgebessert. Seitdem dürfen die Daten nur noch dann weitergegeben werden, wenn das Unternehmen, das diese übermittelt, die Daten so gestaltet, dass sie ein möglichst aktuelles und vollständiges Bild über die Kreditwürdigkeit des Verbrauchers bieten.

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Was passiert, wenn man die Schufa-Klausel nicht unterschreibt?

Als Verbraucher ist man nicht dazu verpflichtet, der Schufa-Klausel und somit der Übertragung der Daten zuzustimmen. Allerdings sollte man bei einer Ablehnung immer bedenken, dass dann auch das geplante Geschäft nicht zustande kommen kann. Der Kredit könnte nicht genehmigt werden oder der neue Handyvertrag steht nicht mehr zur Verfügung. Zudem kann es passieren, dass beispielsweise bei einer Kontoeröffnung dem Kunden ohne Schufa-Klausel keine EC-Karte oder Kreditkarte genehmigt wird. Man sollte also sehr genau abwägen, ob man die Klausel unterschreibt oder nicht. Das Risiko, dann nicht das gewünschte Produkt zu erhalten, ist recht groß.

Darf Vermieter die Schufa Selbstauskunft alleine einholen?

Nun werden die Schufa und deren Auskünfte mitunter auch missbraucht. Gerne wird bei begehrten Mietwohnungen nach einer Schufa Selbstauskunft verlangt. Normalerweise ist kein Mieter dazu verpflichtet, dieser Aufforderung nachzukommen. Denn ein Vermieter hat nicht das Recht, eine Auskunft über die finanziellen Verhältnisse seines Mieters zu verlangen. Auch hier muss abgewogen werden. Möchte man die begehrte Wohnung, so muss man sich wohl oder übel darauf einlassen. Oder geht man das Risiko ein, dass die Wohnung anderweitig vergeben wird und verweigert die Auskunft. Der Vermieter darf sich selbst keine Auskunft über die Schufa von seinen Mietern holen. Denn er kann keinen Gebrauch von der Schufa-Klausel machen. Diese steht nur Unternehmen zur Verfügung.

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