Selbständig machen trotz Schulden?

Schulden machen auch nicht vor Selbständigen halt!

Ganz im Gegenteil. Viele Selbständige tragen Schulden mit sich herum und versuchen, diese so gut wie möglich abzubauen. Doch was passiert, wenn einem die Schulden über den Kopf wachsen? Wenn man diese nicht in den Griff bekommt? Muss die Selbständigkeit aufgegeben werden? Oder kann man sich gar mit Schulden selbständig machen?

Wenn die Schulden die Macht übernehmen

Schulden sind schlimm. Vor allen Dingen dann, wenn man selbständig ist. Oftmals hilft hier nur noch der Weg in die Insolvenz, um die Schulden loszuwerden. Dabei kann man – je nach Schuldenart – zwei Wege beschreiten.

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Kann man als Selbständiger Privatinsolvenz beantragen?

Sind die Schulden eher privater Natur, so kann man den Weg der Privatinsolvenz gehen. Dies ist günstiger und zudem mit weniger Aufwand verbunden. Als Bedingung für die Privatinsolvenz gilt neben den privaten Schulden auch die Tatsache, dass man am Tage des Gerichtstermins, bei dem die Insolvenz eröffnet wird, NICHT selbständig ist. Man muss das Gewerbe also für diesen Tag abmelden. Eine neue Anmeldung im Anschluss ist problemlos möglich. Der Insolvenzverwalter muss darüber informiert werden und gibt das Gewerbe dann frei. Die Einnahmen, die erzielt werden, müssen dann in regelmäßigen Abständen dem Insolvenzverwalter gemeldet werden, damit dieser eventuelle Zahlungen ermitteln kann.

Was bedeutet Regelinsolvenz für das Unternehmen?

Sind die Schulden allerdings im Unternehmen angesiedelt, so muss man in die Regelinsolvenz gehen. Hier wird ein Gutachter bestellt, der darüber entscheidet, ob das Unternehmen weitergeführt werden kann. Der Ablauf gestaltet sich in solch einem Fall etwas aufwendiger, ist aber auch nicht unmöglich und sorgt ebenfalls dafür, dass man in spätestens sechs Jahren schuldenfrei ist. Und sollte das Unternehmen nicht weitergeführt werden können, so kann man auch bei einer Regelinsolvenz eine neue Geschäftsidee in die Tat umsetzen.

Mit Schulden selbständig machen

Viele Menschen denken, dass sie mit Hilfe einer Selbständigkeit ihre Schulden loswerden. Doch das ist ein Trugschluss. Denn für eine erfolgreiche Selbständigkeit ist ein Startkapital unerlässlich. Egal in welchem Bereich man sich verwirklichen möchte, ohne finanzielle Mittel, die eine Ausstattung und die Überbrückung der Anfangsphase garantieren, gelingt keine Selbständigkeit.

Kein Existenzgründungszuschuss bei negativer Schufa

Unter normalen Umständen kann man das Startkapital mit Hilfe eines Existenzgründungszuschusses oder eines Bankdarlehens bereitgestellt bekommen. Doch diese Unterstützung gibt es nur, wenn man keine negativen Schufa Einträge hat. Ist man jedoch mit Schulden behaftet, wird man kaum eine „saubere“ Schufa vorweisen können. Es wird daher ganz sicher an finanzieller Unterstützung von Außerhalb fehlen.

Besser ohne Verbindlichkeiten in die Selbständigkeit starten

Vielmehr sollte man in solch einem Fall überlegen, ob man nicht erst einmal die Schulden angehen möchte, bevor man in eine Selbständigkeit startet. Frei von Altlasten und bereit, neue Wege mit innovativen Ideen zu beschreiten. Die Chancen auf eine erfolgreiche Zukunft als Selbständiger sind dann viel besser.

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