Schufa-Scoring: Ein bewährtes Verfahren mit großem Nutzen

Der sogenannte „Scoring“ gewinnt zunehmend mehr an Bedeutung!

Bei der Beantragung von Darlehen wird vom Kreditgeber in der Regel eine Schufa-Anfrage über den Kreditnehmer durchgeführt, die Aussagen über den sogenannten Scoring Wert des Kreditnehmers liefert. Wenn Sie in Deutschland in irgendeiner Geschäftsbeziehung stehen, werden Sie von der Schufa erfasst. Auch wenn Sie sich in Ihren Zahlungsverpflichtungen bislang vorbildlich verhalten haben, gibt es diesen Wert über Sie, der nach mathematischen Methoden aus den verschiedensten Kennziffern ermittelt wird.

Scoring und seine Entwicklung

Die Wurzeln des Scorings gehen auf die 1910er Jahre in den USA zurück, als die Wirtschaft durch Vergabe auch privater Verbraucherkredite angekurbelt wurde. Die ersten Automobile wurden in Serie produziert, der Konsum stieg und wurde unter anderem über Kredite finanziert. Also suchte die Wirtschaft nach Möglichkeiten, die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden zu überprüfen. Parallel gründete sich in Deutschland im Jahr 1927 die Schufa.

728x90_1

In Deutschland wird Scoring seit den 1970er Jahren eingesetzt

Das erste elektronische Scoring-System gab es Ende der 1950er Jahre, in Europa hielt die Methode erst in den 1970er Jahren Einzug. Bei der Schufa wird sich mit dem Thema seit etwa 1990 mit mathematisch-statistischen Verfahren genähert. Die Schufa wird hinsichtlich ihrer Bewertungskriterien und ihrer Arbeit durch die Bundesdatenschutzbehörde beaufsichtigt. Dennoch gerät sie gelegentlich in die Kritik, kontert jedoch mit der Berufung auf die Expertise unabhängiger Fachleute, zum Beispiel Statistikern der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität. Es ist dazu anzumerken, das Scoring auf einem statistischen Verfahren beruht und daher Wahrscheinlichkeiten, keine Sicherheiten ausdrückt. Weil jemand in der Vergangenheit seine Kredite stets pünktlich zurückzahlte, muss er dies nicht in der Zukunft tun, und umgekehrt.

Wie wird Ihr Schufa-Scoring ermittelt?

Den eigenen Score-Wert kann jeder Bürger nach Anmeldung kostenlos bei der Schufa einsehen. Er wird vierteljährlich berechnet. Es wird nach Basis- und nach Branchen-Score unterschieden. In den Banken-Score kann auch eine mehrmalige Kreditanfrage eines Bürgers innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (geschätzt werden 10 – 14 Tage) bei unterschiedlichen Kreditgebern einfließen. Entscheidend ist, ob das Kreditinstitut bei der Schufa-Abfrage den richtigen Anfragegrund „Abfrage von Kreditkonditionen“ eingibt. Diese Praxis ist seit Neuestem verboten. Es bestehen jedoch Zweifel daran, wie schnell sich die deutlicheren Datenschutzbestimmungen durchsetzen werden.

Der Schufa-Basisscore

Der Schufa-Basisscore gibt Auskunft über Konten, die Anzahl aufgenommener Kredite oder Ratenverträge und Daten über abweichendes Zahlungsverhalten an. Ein hoher Score-Wert ist sehr positiv und wird erreicht, wenn jemand immer pünktlich seinen Verpflichtungen nachkam.

Der Schufa-Branchenscore

Der Schufa-Branchenscore erfolgt aufgrund komplexerer Berechnungen und berücksichtigt auch Werte wie den Wohnort des Betreffenden, Eigenheimbesitz, häufige Adress- und Kontenwechsel und Ähnliches. Für die Kreditentscheidung von Banken und die Bonitätsbewertung ist das der wirklich genutzte Wert.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *