Konto in ein P-Konto umwandeln

Das neue Pfändungsschutzkonto

Seit am 1. Juli 2010 das so genannte Pfändungsschutzkonto oder P-Konto existiert, können gepfändete Verbraucher aufatmen. Früher musste man hinnehmen, dass das Girokonto nach einer Kontenpfändung gesperrt wurde. Ohne einen Gang zum Amtsgericht konnte man nicht an seine Gelder herankommen. Seit Mitte 2010 kann man ein in Pfändung befindliches Girokonto rückwirkend in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln.

Konto gepfändet – Umwandlung in ein P-Konto möglich

Dass man heutzutage ein gesperrtes Girokonto in ein P-Konto umwandeln lassen kann, hat der Gesetzgeber so eingerichtet. Pfändungsschutz auf ein bestehendes Girokonto ist also ein Rechtsanspruch. Die Bank darf sich für die Kontoänderung maximal drei Tage Zeit nehmen. Da man aber auch bei Finanzproblemen Geld zum Lebensunterhalt benötigt, ist Schuldnern dringlich anzuraten, bereits vor einer drohenden Pfändung den Antrag auf ein P-Konto zu stellen. Pfändet die Gegenpartei tatsächlich das Konto, darf sie nur bis zu einem festgesetzten Freibetrag pfänden. Pfändungsschutz mit einem P-Konto ist also eine Sicherheitsmaßnahme für Konsumenten. Sie verhindert, dass man plötzlich geschäfts- und handlungsunfähig wird.

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Ursache der Finanzkrise sind nicht bezahlte Schulden

Die Gläubiger sitzen einem Schuldner im Nacken und haben einen gerichtlichen Pfändungsbeschluss durchsetzen können. Dieser erstreckt sich auf Konten, Bargeld oder wertvolle Gegenstände und Immobilien, die versteigert werden dürfen. Zwar ist Schuldentilgung über eine Kontenpfändung fair, aber in vielen Fällen mangels ausreichend Masse unmöglich. Dem Schuldner muss auch trotz erdrückender Schuldenlast ein gewisses Existenzminimum zugestanden werden. Das ist auch im Interesse der Gegenpartei, denn diese hat nichts davon, wenn ein Schuldner nichts einnimmt, weil er geschäftsunfähig geworden ist. Mit dem P-Konto ist beiden Seiten geholfen. Jenseits einer Pfändungsfreigrenze von momentan monatlich 1.073,88 Euro darf alles, was darüber liegt, gepfändet werden.

Ein P-Konto schützt vor dem Zugriff von Gläubigern bei Kontopfändung

Zunächst hatte man die Einrichtung des P-Kontos neben andere Möglichkeiten gestellt. Ab 2012 ist es der einzig gangbare Weg, sein Girokonto vor dem Zugriff anderer zu schützen. Naturgemäß ist es ein Gang nach Canossa, zur eigenen Hausbank gehen zu müssen, um ein P-Konto zu beantragen.

Wer gibt schon gerne zu, dass eine Pfändung droht

Doch weil das selbst unterhaltspflichtige Menschen treffen kann, hat der Staat den Zugriff auf hereinkommende Gelder begrenzt und hier auch andere Freigrenzen festgelegt. Dank des Rechtsanspruches auf ein P-Konto darf man heutzutage ein Girokonto als P-Konto weiterführen. Besitzt man aber als Geschäftsmann mehrere Girokonten bei verschiedenen Banken, darf man diesen Schutz nicht auf jedes Girokonto erstrecken. Mehr als eines darf nicht dem Zugriff von Gläubigern entzogen werden. Per Unterschrift in der Bankfiliale hat man den Antrag gestellt und darf deswegen nicht diskriminiert oder benachteiligt werden.

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